Hol Dir Hilfe wenn Du einen schwierigen Hund hast

Als ich mir meinen Welpen als 2. Hund angeschafft habe war das gut überlegt und vorbereitet. Ich hatte schon einige Hundeerfahrungen und war kein Neuling mehr. Über die Rasse (Australian Shepherd) habe ich mich ebenfalls gut informiert. Ich habe die üblichen Hundeschulen besucht (Welpengruppe, Junghunde etc.) habe geschaut dass der Welpe genug Ruhe bekommt und ich ihm trotzdem mit allen Umweltreizen bekannt mache. Mein souveräner 2. Hund sollte in gutes Vorbild für ihn sein.

Doch es kam alles anders. Mein Hund zeigte schon früh problematisches Verhalten, er begann Besucher anzugehen und zu schnappen, zeigte Aggressionen an der Leine, verbellte am Zaun alles was vorbeilief, verteiditge Ressoucen und jagte Jogger, Velofahrer, Auto’s etc.

Verzweiflung, Traurigkeit und Frust machte sich breit. Ich fühlte mich unfähig und machtlos.

Trotz vielen Hundetrainern und ihren Methoden bekam ich die Probleme nicht in den Griff.

Die Rede war von: „es sei normales Verhalten von einem Aussie (Bewegungsreize), der Hund sei unterfordert, der Hund sei überfordert, Verkauf eines Haltis, anspritzen mit einer Wasserflasche bei Ausrastern, Schönfüttern, ausweichen, etc. etc.“

Innerhalb eines Jahres hatte ich 7 Trainer und einige Seminare besucht. Ich habe viele Bücher gelesen über die verschiedensten Themen in der Hundewelt. Kurzzeitigen Erfolg gab es immer mal wieder, aber langfristig änderte sich nichts. Der Hund war gestresst und ich auch.

Heute, mit meinen Erfahrungen und meinen Ausbildungen, speziell für Hunde mit problematischem Verhalten, weiss ich, dass man Konflikte nicht löst wenn sie auftreten. Die Ursache liegt woanders.

Leider habe ich bei der Erziehung meines Welpen Fehler gemacht, ihm zu viele Freiheiten gelassen und in dadurch gezwungen, selbst für seine (und meine) Sicherheit zu sorgen. Ich habe ihm zwar viele Kommandos beigebracht, die er auch zuverlässig ausführt, doch die Erziehung, das soziale Zusammenleben, das Regeln einhalten (ohne Kommandos), das Sicherheit bieten, dies alles kam viel zu kurz. Und dafür erhielt ich die Quittung. Mein Hund traute mir nicht zu das ich gefährliche Situationen regeln kann und sorgte selbst dafür.

Also hab ich die Beziehungsstruktur verändert, an meiner inneren Haltung gearbeitet. Ich habe gelernt, den Hund als Hund zu sehen (und nicht als Menschenersatz). Ich setzte mir klare Ziele die ich mit meinem Hund erreichen will und ich hörte auf, Tipps von anderen Menschen anzunehmen, denn das bringt einem nicht weiter, im Gegenteil, es verschlimmert die Situation weil man den Hund noch mehr verunsichert.

Es war keine einfache Zeit und forderte von mir Disziplin, Ruhe und Geduld. Aber ich sah schon nach kurzer Zeit Veränderungen im Verhalten des Hundes die mich immer wieder ermutigten weiter zu machen. Viele „Probleme“ haben wir heute gar nicht mehr, unser Hauptkonflikt, die Hundebegegnungen, laufen bis auf wenige Ausnahmen, sehr gut. Meine Hunde können frei laufen, halten einen Radius ein und gehen nicht mehr jagen. Jeder hat es verdient, ein entspanntes und glückliches Leben mit seinem Hund zu führen. Denn das Leben des Hundes ist viel kürzer als unseres. Also ändere jetzt was, bevor Dein Hund alt ist. Er hat es verdient!

Ich möchte Euch Mut machen dass ihr Euch Hilfe sucht bei der Erziehung Eurer Hunde und Euch fundiertes Wissen aneignet was Hunde brauchen.

Die Probleme die unsere Hunde zeigen sind oft durch uns gemacht!

Hier möchte ich Euch noch einige persönliche Videos von uns zeigen wie es vorher war und wie es jetzt ist.

Du schaffst das auch! Melde Dich bei mir

Vorher:

Nachher: